Fachschaft Rhetorik

Die Fachschaft des Seminars für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Solidarisierung von Prof. Ueding

Verfasst von rhetnet am 16. November, 2009

Offener Brief an den Rektor der Universität Tübingen,
Herrn Prof. Dr. B. Engler

Tübingen, 13.11.2009

Durch den Polizeieinsatz gegen die protestierenden Studenten haben Sie die Angemessenheit verletzt, Vertrauen verspielt, dabei nicht nur Ihre Hilflosigkeit eingestanden, sondern auch die Solidarität mit Ihren und unseren Studenten aufgekündigt. Ein beschämender Vorgang an einer Universität, an der Theodor Eschenburg, Walter Jens und Ernst Bloch lehrten, für die Zivilcourage, Widerstandskraft und innere Unabhängigkeit zu den spezifischen Ausbildungszielen der Universität gehörten. Anstatt gemeinsam mit unseren Studenten Widerstand zu leisten gegen die undemokratisch von oben verordnete Zerstörung der deutschen Universität, ihre Auslieferung an kurzfristige wirtschaftliche Interessen und den Ausverkauf der akademischen Bildung an die bloße Vermittlung technischer Fertigkeiten kriminalisieren Sie sogar die eigentlichen Opfer dieses Trauerspiels.

Der Protest der Studenten verdient die Unterstützung aller akademischen Bürger und einer kritischen und demokratischen Öffentlichkeit. Wir sollten Misstrauen und Kritikfähigkeit, Zivilcourage und den Anspruch auf eine qualitätsvolle Ausbildung fördern und bestärken – nicht in Polizei-Einsätzen ersticken.

Prof. Dr. Gert Ueding

 

 

Hier der offizielle Brief als pdf-Dokument: Offener Brief Ueding

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Besetzung des HS 25 im Kupferbau

Verfasst von rhetnet am 11. November, 2009

Seit Donnerstag den 05.11.2009 besetzen Studentinnen und Studenten den Hörsaal 25 im Kupferbau. Mit dieser Aktion wollen sie sich mit den Besetzerinnen und Besetzern an der Uni in Wien (und mittlerweile auch vielen anderen Hochschulen weltweit) solidarisch erklären und gegen die Missstände im Bildungssystem protestieren.

Die Fachschaft Rhetorik solidarisiert sich mit den Besetzerinnen und Besetzern des HS 25 im Kupferbau!

Infos zur Besetzung: http://kupferbau.ernst-bloch-uni.de/

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Einführungsveranstaltung

Verfasst von rhetnet am 2. Oktober, 2009

Die Fachschaft Rhetorik hat für alle Erstsemester eine Einführungsveranstaltung organisiert, an der Lehrende des Seminars für Allgemeine Rhetorik teilnehmen und sich und ihre Forschungsschwerpunkte vorstellen werden.

Die Veranstaltung wird stattfinden

am 21.10.2009

um 16 Uhr

in Raum 037 (Brechtbau).

Allen Erstsemestern wird die Gelegenheit geboten die Lehrenden des Seminars kennenzulernen, Fragen zu stellen und Informationen über das Studium zu sammeln.

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Erstsemesterberatung

Verfasst von rhetnet am 26. August, 2009

Gemeinsam mit dem Brechtbauplenum wird die Fachschaft Rhetorik eine Beratung für alle Erstsemester veranstalten.

Die Beratung findet an folgenden Terminen im Foyer des Brechtbaus statt:

14.-16. Oktober    11-13 Uhr

19.-21. Oktober    11-13 Uhr

Weitere Veranstaltungen für Erstsemester sind geplant und werden rechtzeitig hier bekannt gegeben.

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Latinum

Verfasst von rhetnet am 20. Februar, 2009

Zulassungsvoraussetzung für das Studium der Allgemeinen Rhetorik ist das kleine Latinum.

Wer es nicht in der Schule erworben hat, kann die Latinumsprüfung in Stuttgart oder Tübingen nachholen. Dazu bietet die Uni Tübingen einen zweisemestrigen Lateinkurs an. Die Anmeldung erfolgt über das Campus-Portal (hier) und wird hier genauer erklärt. Zusätzlich bietet das Ariadne-Kolleg Crashkurse zur Vorbereitung auf die Prüfungen an.

Spätestens zur Zwischenprüfung (laut Modell abzulegen nach dem 4. Semester) solltet ihr das Latinum bestanden haben. Ohne das Latinum kann kein Zwischenprüfungszeugnis ausgestellt werden.

In Baden-Württemberg darf die Latinumsprüfung nur einmal wiederholt werden, wohingegen es zum Beispiel im österreichischen Innsbruck keine Beschränkung gibt. Wer während des Studiums eine Fremdsprache nachholen muss, kann sich dafür ein bis zwei Semester anrechnen lassen. Um genauso viele Semester kann die Zwischenprüfung im Studienplan nach hinten verlegt werden.

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Zusatzqualifikationen & Praktika

Verfasst von rhetnet am 20. Februar, 2009

Im Bachelor-Studium werden Leistungspunkte in Form von ECTS vergeben. Neben der Note erhaltet ihr für eine Veranstaltung auch ECTS. Zu den Punkten, die ihr durch das regelmäßige Besuchen der Veranstaltungen erhaltet, müsst ihr zusätzlich 20 ECTS erwerben. Dies erreicht ihr durch Zusatzqualifikationen.

Diese könnt ihr über den career service erwerben. Das career service bietet ein vielfältiges Programm mit Seminaren, die im Wesentlichen soft skills vermitteln und Orientierung im späteren Berufsleben geben möchten.

Ebenso könnt ihr die ECTS von besuchten Veranstaltungen anrechnen lassen, die ihr keinem Modul mehr zuordnen könnt, sofern diese die inhaltlichen Anforderungen der Zusatzqualifikationsleistungen erfüllen. Am Seminar kümmert sich Herr Kramer um die Scheinanrechnungen.

Außerdem könnt ihr studienbezogene Praktika anrechnen lassen. Für Praktika, die während des Studiums abgeleistet werden, gibt es pro Woche 1 ECTS. Unter Umständen können auch besonders qualifizierte Praktika und Ausbildungen anerkannt werden, die vor Studienbeginn absolviert wurden.

ECTS steht für European Credit Transfer (and Accumulation) System. Was das sein soll, ist hier mit mehr Liebe zum Detail geschildert.

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Bewerbung

Verfasst von rhetnet am 20. Februar, 2009

Allgemeine Rhetorik ist ein Studiengang an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Es gibt einen Bachelor- und einen Master-Studiengang. Allgemeine Rhetorik kann als Hauptfach oder Nebenfach gewählt werden.

Verlangt werden das Abitur und eine zweite Fremdsprache. Im Vorteil ist, wer das kleine Latinum bereits besitzt.

Zur Bewerbung gehört ein einseitiges Motivationsschreiben, das die Beweggründe für die Wahl des Studiengangs erklärt. Wer nicht sofort angenommen wird, kann nachträglich einen Platz über die Warteliste erhalten. Zeugnisse von schulischen und außerschulischen Leistungen fließen in die Gesamtwertung mit ein und erhöhen die Chancen auf einen Platz. Für den Fall, dass die Anzahl der Bewerber die Anzahl der freien Studienplätze übersteigt, ist ein Numerus Clausus festgelegt.

Studienanfänger können sich nur zum Wintersemester bewerben. Die Bewerbungsunterlagen sind an das Studentensekretariat zu senden. In einem bestimmten Zeitraum vor der Bewerbungsfrist kann man diese hier herunterladen. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester endet in der Regel am 15. Juli.

Weitere Infos zur Wertung der eingesandten Unterlagen auf der Internetpräsenz des Rhetorikseminars.

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Campus-Portal

Verfasst von rhetnet am 20. Februar, 2009

Das Campus-Portal ist ein Onlineprogramm, über das ihr euer Studium organisieren könnt. Derzeit befindet es sich noch im Aufbau. Aber es kann einen auch so gut in den Wahnsinn treiben.

Die wesentliche Funktion ist die Prüfungsan- und abmeldung. In einem bestimmten Zeitraum (Wintersemester: 15. Dezember bis 31. Januar, Sommersemester: 15. Mai bis 30. Juni) könnt ihr euch für die Veranstaltungen anmelden, in denen ihr eine Prüfung ablegen möchtet.

Eingaben wie die Anmeldung oder die Überweisung der Studiengebühren werden mit TANs bestätigt. Das sind sozusagen Einwegpasswörter. Bei eurer Zulassung zum Studium erhaltet ihr erstmals einen Ausdruck mit TAN-Nummern. Im Studentensekretariat oder im Campus-System könnt ihr euch neue ausdrucken lassen.

Achtung: für die Erstellung einer neuen TAN-Liste benötigt ihr zwei TAN-Nummern. Die letzten beiden Nummern auf eurer Liste also freihalten!

Im Campus-System findet ihr auch ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis, einen Stundenplan und Studiennachweise sowie die Prüfungsergebnisse.

Zum Login verwendet ihr euren Benutzernamen und euer Passwort für die ZDV (Zentrum für Datenverarbeitung), von der ihr als Studenten an der Uni Tübingen auch eine Mailbox erhalten habt.

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Rhetorisches Wochenendvergnügen

Verfasst von rhetnet am 30. November, 2008

An diesem Wochenende roch es im Brechtbau stark nach Karriere. „Durchstarten mit Geist und Kultur“ hieß die Veranstaltung, die mit Workshops und Vorträgen Studenten der Geisteswissenschaften lockte. Es wehte auch eine Brise Rhetorik durch das Neuphilologikum. Am Freitag veranstaltete das rhetorikforum – Der Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis ein Absolventenpodium.

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Geschichte der Rhetorik

Verfasst von rhetnet am 18. November, 2008

Ob Ehrenmann oder Bauer – als Angeklagter musste sich im alten Griechenland vor Gericht jeder selbst verteidigen. An Erfahrung und Bildung war der Ehrenmann dem Bauern in der Redepraxis jedoch weit überlegen. Nach der damaligen Gerichtsbarkeit ein kaum überwindbares Hindernis, denn ihre Urteile fällten die Senatoren für heutige Verhältnisse recht leichtfertig – nur auf Grundlage der Vorträge von Kläger und Verteidiger. Damals konnte ein Vortrag den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Was konnte der einfache Bauer also tun, wenn er von einem eloquenten Gegner vor Gericht gezerrt wurde? Redenschreiber waren jedermanns bester Freund – schon bald verlangten Redenschreiber gutes Geld für ihre Dienste und gründeten die ersten Redeschulen. In der Zeit um 400 v. Chr boomte das Geschäft mit dem Wissen um die Kraft der Worte.

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